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Geschichte
Das Strandbad ist dem Autobahnbau zu verdanken. Die Gemeinde hat in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg fortschrittlich gehandelt und geplant. Am Rehrweg entstand eine Sandentnahmestelle zum Bau der Autobahn. Diese füllte sich bald mit Wasser. Es tauchten zunächst zaghafte Gedanken auf, hieraus eine Badegelegenheit zu schaffen. Doch die Durchführung war nicht einfach. Die Finanzierung drückte, trübe Stimmung trat auf zumal auch zu der gleichen Zeit der dritte große Bauabschnitt der Mittelpunktschule der Gemeinde überaus große finanzielle Mittel abverlangte. Rat und Verwaltung bewiesen jedoch bewundernswerte Standfestigkeit und der oft bewiesene Optimismus siegte. Durch Beschluss des Rates vom 20.07.1964 ist der Ausbau des Freibades mit einem Kostenplan von 390 000 DM vorgesehen. Die endgültige Fassung erhielt der Plan am 09.06.1965. Die Gesamtkosten betragen nach Fertigstellung aller Anlagen und der Grunderwerbskosten 442 500 DM. Die Schwimmfläche hat eine Größe von 38 400 qm, der schneeweiße Sandstrand eine Länge von 200 Metern. Die Liegewiese ist 8 Morgen groß und die grünen Nebenflächen umfassen nochmals 2 Morgen, die von zwei Beeten mit 300 Rosen eine Zierde der Anlage sind. 5 Bahnen mit je 50 m Länge dienen den Schwimmwettkämpfen, dazu kommen eine 1-m- und eine 3-m-Sprunganlage.Auch ein Kinderplanschbecken ist vorhanden. Das schön in die Landschaft passende massive Gebäude umfasst sanitäre Einrichtungen, Garderoben, Gruppenumkleideräume, Wechselkabinen, Zimmer für den Bademeister, den Wirtschaftsteil und hat eine Länge von 47 Metern. 900 Menschen können darin ihre Garderobe aufbewahren lassen. Der Beberbach, dessen klare Quelle in einigen 100 Metern Entfernung liegen, sorgt für ständig frisches Wasser. Ein 3 Morgen großer Parkplatz liegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ein lindgrüner Plastikdraht, 1200 m, von 15,50 m Höhe schließt die Badeanlage ein. Ein reger Besuch des Strandbades hat eingesetzt. Die höchste Besucherzahl an einem Tag betrug über 3000. Verstummt sind die Stimmen, sie einst schwere Bedenken gegen die Linienführung der Autobahn hegten und sie öffentlich in harten Worten zum Ausdruck brachten. Ministerpräsident Dr. Diederichs war anlässlich einer Besichtigung am 16.09.1964 beeindruckt von dem Vorhaben der Gemeinde und prägte das Wort: "Der künftige Badesee ist das beste Abfallprodukt der Bundesautobahn." Baudirektor Wagner aus Hannover, der die harten Auseinandersetzungen zwischen Gemeinde und Autobahnbaubehörden genaustens miterlebt hatte, sagte bei der Einweihung des Strandbades: "Das schöne Strandbad ist für mich ein versöhnlicher Abschluss in einer so wunderbaren Landschaft, die mir im Häusermeer der Landeshauptstadt in freundlicher Erinnerung bleibt."
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